Waldohreule (Asio otus)

Die Waldohreule ist eine mittelgroße, nachtaktive Eule mit auffälligen Federohren, orangefarbenen Augen und einem sehr guten Tarngefieder. Sie jagt vor allem Mäuse in offenen Landschaften und ruht tagsüber gut verborgen in Bäumen.

Waldohreule (Asio otus) im Tagesversteck

Steckbrief: Waldohreule

Familie: Eigentliche Eulen (Strigidae),
Gattung: Ohreulen (Asio)
Größe: 35–40 cm
Flügelspannweite: 90–100 cm

Merkmale: Im Brutkleid und Schlichtkleid kaum unterschiedlich gefärbt: oberseits gelblich- bis graubraun mit dunkler, rindenartiger Zeichnung, unterseits heller rostgelb bis beige mit dunklen Längsstreifen und feiner Querbänderung. Auffällig sind die langen Federohren, der helle, dunkel gerahmte Gesichtsschleier und die orangegelben Augen. Die Rufe des Männchens sind tiefe, dumpfe „huu“- oder „oh“-Laute, die in regelmäßigen Abständen wiederholt werden; Jungvögel betteln mit hohen, langgezogenen fiependen Rufen.

Zug- oder Standvogel: In Deutschland überwiegend Standvogel und Teilzieher. Viele Altvögel bleiben ganzjährig im Brutgebiet oder streifen nur regional umher; besonders Jungvögel können im Winter weitere Wanderungen unternehmen.

Lebensraum: Halboffene Landschaften mit Feldgehölzen, Waldrändern, Baumgruppen, Hecken, Parks, Friedhöfen und Siedlungsrändern. Zur Jagd benötigt sie offene Flächen wie Wiesen, Weiden, Brachen oder Ackerland; als Brutplatz nutzt sie meist alte Krähen- oder Elsternester in Bäumen.

Verbreitung: In Deutschland weit verbreitet, aber regional unterschiedlich häufig.

Gefährdung: In Deutschland derzeit nicht gefährdet.

Zurück