🌍 Wachtelfrankolin (Ortygornis pondicerianus)
Der Wachtelfrankolin ist ein überwiegend bodenbewohnender Hühnervogel trockener Offenlandschaften Südasiens. Kennzeichnend sind sein fein gebändertes graubraunes Gefieder, die orangebeige Gesichts- und Kehlpartie sowie sein weithin hörbarer, rhythmisch wiederholter Ruf. Aufnahmen sind im Oman entstanden.
Steckbrief: Wachtelfrankolin
Familie: Fasanenartige (Phasianidae),
Gattung: Ortygornis
Größe: etwa 29–35 cm
Flügelspannweite: etwa 39–45 cm
Merkmale: Das Gefieder ist bei beiden Geschlechtern überwiegend graubraun und auf Ober- und Unterseite fein dunkel gebändert. Gesicht, Überaugenstreif und Kehle sind beige bis orangefarben; die helle Kehle wird von einer schmalen dunklen Linie eingefasst. Männchen und Weibchen unterscheiden sich im Gefieder nur wenig, das Männchen ist meist größer und trägt gewöhnlich einen oder mehrere Sporne an den Läufen. Ein ausgeprägter Wechsel zwischen Brut- und Schlichtkleid fehlt. Der charakteristische Ruf besteht aus lauten, rhythmisch wiederholten Silben, die ungefähr wie „ka-ti-tar, ti-tar“ klingen.
Zug- oder Standvogel: Der Wachtelfrankolin ist überwiegend ein Standvogel. Die Tiere bleiben ganzjährig in ihren angestammten Gebieten und unternehmen höchstens kleinräumige Wanderungen, etwa als Reaktion auf lokale Nahrungs- oder Witterungsverhältnisse.
Lebensraum: Bevorzugt werden trockene bis halbtrockene, offene Landschaften mit niedriger Vegetation, darunter Grasland, Dornbusch, lichte Gehölze, Feldfluren, Weideland und dörflich geprägte Kulturlandschaften. Die Art hält sich überwiegend am Boden auf und fliegt meist nur kurze Strecken.
Verbreitung: Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom südlichen Iran und Pakistan über große Teile Indiens und Nepals bis nach Sri Lanka. In mehreren Gebieten außerhalb des ursprünglichen Areals wurde die Art eingeführt, unter anderem auf der Arabischen Halbinsel und auf Hawaii.