Turteltaube (Streptopelia turtur)
Eine elegante, zierliche Zugvogelart, bekannt für ihre sanften Schnurrlaute und romantische Symbolik – allerdings leider stark im Rückgang.
Steckbrief: Turteltaube
Familie: Columbidae (Taubenvögel)
Gattung: Streptopelia
Art: turtur
Größe: 27–29 cm Länge, Flügelspannweite 45–50 cm; Gewicht etwa 99–170 g.
Merkmale: Graublauer Kopf, Halsseiten mit charakteristischem schwarz‑weißem Nackenfleck, Rücken und Flügel in ziegelbraunen Tönen mit dunklen Flecken, vinaceous (weinrot) gefärbte Brust, weißer Unterbauch, keilförmiger Schwanz mit weißen Säumen, roter Augenring und Beine, schwarzer Schnabel.
Stimme: Singender, tief vibrierender „coo‑rrr‑rrr“‑Ton – das namensgebende „turtur“ des Vogelrufs.
Zug- oder Standvogel: Langstreckenzieher: Brutvogel in Europa und Nordafrika, überwintert südlich der Sahara.
Lebensraum und Verbreitung: Bevorzugt warme, halboffene Kulturlandschaften, halboffene Wälder, Feldgehölze, Streuobstwiesen, Parks, Auwälder und Flussufer; in Europa und dem westlichen zentralen Paläarktisraum verbreitet; im Winter in der Sahelzone.
Fortpflanzung & Lebenszyklus: Brutsaison meist Mai bis Juli; legt 1–2 Eier, Brutdauer 13–16 Tage, Jungvögel flügge nach etwa 18–23 Tagen; bis zu 2 Bruten pro Jahr möglich; Höchstalter teils bis 13 Jahre.
Gefährdung: IUCN‑Status: gefährdet (Vulnerable) – dramatischer Rückgang in Europa (z. B. –93 % im UK); Hauptursachen sind intensive Landwirtschaft, Lebensraumverlust, Jagd und Parasiten.