Turmfalke (Falco tinnunculus)

Ein häufiger, gut erkennbarer Falke offener Landschaften und Städte, berühmt für seinen rüttelnden Suchflug über Wiesen, Feldern und Straßenrändern.

Steckbrief: Turmfalke

Familie: Falkenartige (Falconidae),
Gattung: Falken (Falco)
Größe: 31–37 cm
Flügelspannweite: 68–78 cm

Merkmale: Kleiner Greifvogel mit langen, spitzen Flügeln und langem Schwanz. Im Brutkleid zeigt das Männchen einen grauen Kopf, grauen Schwanz mit schwarzer Endbinde, rostbraunen Rücken mit dunklen Flecken und eine helle, dunkel gefleckte Unterseite. Weibchen und Jungvögel sind insgesamt brauner, stärker gebändert und ohne den deutlich grauen Kopf des Männchens. Ein ausgeprägter Wechsel zwischen Brut- und Schlichtkleid ist kaum vorhanden. Der Ruf ist ein schnelles, helles „ki-ki-ki“, besonders in Brutplatznähe und bei Erregung.

Zug- oder Standvogel: Teilzieher und Strichvogel. Viele Altvögel bleiben im Winter in Deutschland oder streifen nur lokal umher; Jungvögel sowie Vögel aus nördlicheren und östlicheren Regionen ziehen häufiger nach Südwesten bis in den Mittelmeerraum oder nach Afrika.

Lebensraum: Offene und halboffene Landschaften mit Wiesen, Weiden, Äckern, Brachen, Straßenrändern und strukturreichen Siedlungsbereichen. Brütet in Felsnischen, Gebäuden, Kirchtürmen, alten Krähennestern, Nistkästen und ähnlichen erhöhten Brutplätzen. Für die Jagd benötigt er vor allem kurzrasige oder lückige Flächen mit Kleinsäugern.

Verbreitung: In Deutschland weit verbreiteter Brutvogel und einer der bekanntesten Falken. In Niedersachsen kommt er in vielen Landesteilen vor, besonders in offenen Agrarlandschaften, Dörfern, Städten und an geeigneten Gebäudestandorten.

Gefährdung: Vorwarnliste (Rote Liste Niedersachsen und Bremen, Kategorie V).

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