Steppenmöwe (Larus cachinnans)
Die Steppenmöwe ist eine große, hell wirkende Möwe mit langen Flügeln, schlankem Körperbau und auffallend geradem, kräftigem Schnabel.
Steckbrief: Steppemöwe
Familie: Möwen (Laridae),
Gattung: Möwen (Larus)
Größe: 55–60 cm
Flügelspannweite: 138–147 cm
Merkmale: Im Brutkleid zeigt die Steppenmöwe einen weißen Kopf, eine weiße Unterseite, hellgraue Oberflügel und schwarze Flügelspitzen mit weißen Spitzenflecken. Der Schnabel ist gelb mit rotem Gonysfleck, die Beine sind meist blassgelblich bis fleischfarben. Im Schlichtkleid ist der Kopf besonders am Nacken und um das Auge fein grau gestrichelt. Jungvögel sind bräunlich gemustert und wirken oft langflügelig und schlank. Die Rufe ähneln denen anderer Großmöwen, sind aber häufig etwas tiefer und heiser; typisch sind langgezogene, lachende und klagende Rufe.
Zug- oder Standvogel: Die Steppenmöwe ist überwiegend Zugvogel beziehungsweise Teilzieher. Brutvögel aus Osteuropa und Westasien ziehen im Herbst nach Westen und Südwesten; in Deutschland erscheint sie vor allem als Durchzügler und Wintergast, zunehmend auch regelmäßig abseits der Küsten.
Lebensraum: Ursprünglich brütet die Art an großen Seen, Flüssen, Inseln, Sand- und Kiesbänken sowie in Steppen- und Halbwüstengebieten. Außerhalb der Brutzeit nutzt sie Küsten, Flüsse, Stauseen, Häfen, Mülldeponien, Kläranlagen, Äcker und größere Binnengewässer.
Verbreitung: Das Brutgebiet liegt vor allem in Osteuropa, am Schwarzen Meer, am Kaspischen Meer und weiter ostwärts bis nach Zentralasien. In Deutschland ist die Steppenmöwe vor allem als regelmäßiger Durchzügler und Wintergast bekannt; Beobachtungen häufen sich besonders an großen Flüssen, Seen, Stauseen, Deponien und an der Küste.