Steinkauz (Athene noctua)
Der Steinkauz ist eine kleine, gedrungen wirkende Eule mit lebhaftem Blick. In Deutschland ist er besonders in alten Obstwiesen, an Bauernhöfen und in offenen Kulturlandschaften anzutreffen.
Steckbrief: Steinkauz
Familie: Eigentliche Eulen (Strigidae),
Gattung: Steinkäuze (Athene)
Größe: 21–23 cm
Flügelspannweite: 54–58 cm
Merkmale: Das Gefieder ist oberseits dunkelbraun und deutlich weiß gefleckt, während die helle Unterseite braune Längsstreifen trägt. Auffällig sind der breite, flache Kopf, die gelben Augen und die hellen Überaugenstreifen. Brut- und Schlichtkleid unterscheiden sich kaum. Typische Rufe sind ein klagendes, lang gezogenes „guuuh“ sowie kurze, scharfe „kju“-Rufe.
Zug- oder Standvogel: Der Steinkauz ist überwiegend ein Standvogel. Erwachsene Tiere bleiben meist ganzjährig in ihrem Revier; Jungvögel entfernen sich nach dem Selbstständigwerden häufig nur wenige Kilometer vom Geburtsort.
Lebensraum: Er bevorzugt offene, reich strukturierte Kulturlandschaften mit kurzer Vegetation, alten Bäumen, Viehweiden, Streuobstwiesen und Gebäuden. Als Brutplätze nutzt er Baumhöhlen, Kopfweiden, Nischen in Scheunen und spezielle Nisthilfen.
Verbreitung: Der Steinkauz ist in weiten Teilen Europas, Nordafrikas und Asiens verbreitet. In Deutschland liegen wichtige Vorkommen vor allem in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und weiteren Regionen mit geeigneten Streuobst- und Weidelandschaften.
Gefährdung: Der Steinkauz steht in Deutschland auf der Vorwarnliste und gilt regional als gefährdet.