Stadttaube (Columba livia f. domestica)

Die vertraute „Stadttaube“ ist eine weltweit verbreitete Taube, die sich durch verwilderte Heimstätte von Brieftauben und Haustauben entwickelt hat und heute eng mit dem urbanen Lebensraum verknüpft ist.

Stadttaube sitz auf einer Brücke

Steckbrief: Stadttaube

Familie: Columbidae (Taubenvögel)
Gattung: Columba
Art: livia (Form: domestica)

Größe: etwa 31–34 cm Länge; Gewicht ca. 240–380 g.

Merkmale: Sehr variable Gefiederfarben – meist Grautöne mit metallisch schimmerndem Halsband; oft zwei dunkle Flügelbinden. Iris variabel, meist rot oder braun.

Stimme & Balz: Gurren („gúrr“ oder „guu-ru-gu“), Männchen führen einen kollernden Balzruf („gang-grrru-guruú-u“) mit Verbeugung und Flügelklatschen durch. Warnruf: kurzes „hu“. Zusätzlich klackende Geräusche durch Kropfkontakt, Rufe bei Nestaktivität, quiekende Betteltöne der Jungen.

Lebensraum & Verbreitung: Weltweit in Städten und menschlich geprägten Gebieten – Nistplätze auf Gebäuden, Brücken, Fassaden, als Ersatz für natürliche Felsenbrutstätten.

Ernährung & Sozialverhalten: Vorwiegend Körner und Samen, gelegentlich tierische Nahrung; opportunistisch auch Abfall. Bilden Nahrungsschwärme, teils sozial strukturiert mit Dominanzhierarchie.

Fortpflanzung & Lebenszyklus: Geschlechtsreife mit ~5 Monaten; meist monogam bis lebenslang. Mehrere Brutperioden pro Jahr möglich (häufig März–August, aber auch ganzjährig). Gelege meist 2 Eier; Nestlinge flugfähig nach etwa 30–35 Tagen. Lebenserwartung meist 2–3 Jahre, unter optimalen Bedingungen über 10 Jahre.

Feinde & Gefährdung: Hauptfeinde: Wanderfalke, Uhu, Katzen, Marder, Sperber-Weibchen.

Gefährdung: In freier Wildbahn nicht gefährdet – teils als Schädling eingestuft, insbesondere bei hohen Populationsdichten.

Gefahren für den Menschen & Schäden: Taubenkot kann empfindliche Gebäudefassaden beschädigen und gesundheitliche Risiken bergen (z. B. Ornithose, Parasiten, Allergien). Werden oft als Hygieneproblem betrachtet.

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