Lannerfalke (Falco biarmicus)

Ein kräftiger, eleganter Falke trockener Offenlandschaften. Aufnahmen sind in Namibia entstanden.

Lannerfalke (Falco biarmicus), Weibchen

Steckbrief: Lannerfalke

Familie: Falkenartige (Falconidae),
Gattung: Falken (Falco)
Größe: 43–50 cm
Flügelspannweite: 95–105 cm

Merkmale: Mittelgroßer bis großer Falke mit langen, spitzen Flügeln und relativ langem Schwanz. Typisch sind die helle, oft rahmfarbene Kopfoberseite, ein dunkler Bartstreif, bräunlich-graue Oberseite und eine helle Unterseite mit dunkler Fleckung oder Strichelung. Jungvögel wirken insgesamt dunkler und stärker gezeichnet als Altvögel. Ein deutlicher Unterschied zwischen Brutkleid und Schlichtkleid ist kaum ausgeprägt. Die Rufe sind raue, wiederholte „kek-kek-kek“- oder „kjak“-Laute, besonders am Brutplatz.

Zug- oder Standvogel: Überwiegend Standvogel bis Teilzieher. Viele Populationen bleiben ganzjährig im Brutgebiet; Jungvögel und einzelne Tiere können jedoch weit umherstreifen. In Mitteleuropa treten Lannerfalken nur selten als Ausnahmegäste auf, teils auch als entflogene Falknerei- oder Haltungsvögel.

Lebensraum: Bevorzugt offene, trockene und warme Landschaften wie Steppen, Halbwüsten, Savannen, felsige Hänge, Schluchten und offene Kulturlandschaften. Brütet meist an Felsen, in alten Nestern anderer Großvögel oder auf geeigneten erhöhten Strukturen. Zur Jagd nutzt er weite offene Flächen mit Vögeln, Kleinsäugern, Reptilien und größeren Insekten.

Verbreitung: Der Lannerfalke ist vor allem in Afrika, im Nahen Osten, auf der Arabischen Halbinsel sowie regional im Mittelmeerraum verbreitet, unter anderem in Teilen Südosteuropas und Italiens. Nachweise in Deutschland betreffen seltene Ausnahmegäste oder entflogene Vögel.

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