Kaiseradler (Aquila heliaca)

Großer, kräftiger Adler der Waldsteppen und offenen Kulturlandschaften Eurasiens; adulte Vögel fallen durch dunkles Gefieder, hellen Nacken und weiße Schulterflecken auf. Aufnahmen sind im Oman entstanden.

Zwei Kaiseradler (Aquila heliaca) im  Übergangskleid (3. bis 5. Lebensjahr) im Luftkampf

Steckbrief: Kaiseradler

Familie: Habichtartige (Accipitridae)
Gattung: Echte Adler (Aquila)
Art: Kaiseradler (Aquila heliaca)

Größe: 68–84 cm; Flügelspannweite etwa 176–216 cm.

Merkmale: Sehr großer, etwas gedrungener Greifvogel mit langen, im Flug eher flach gehaltenen Flügeln, fast gerade abgeschnittenem Schwanz und bis zu den Zehen befiederten Beinen. Altvögel sind überwiegend dunkel schwarzbraun, mit hellbeigem bis goldfarbenem Hinterkopf/Nacken und meist auffälligen weißen Schulterflecken; Jungvögel sind deutlich heller, ocker- bis rötlichbeige und längsgestreift.

Stimme: Vor allem zur Brutzeit ruffreudig; der Balzruf besteht aus tiefen, rauen, bellenden Lautreihen wie „rhä-rhä-rhä“, „krau-krau-krau“ oder „krock-krock-krock“, bei Störung am Horst auch gedämpfte Warnrufe.

Zug- oder Standvogel: Teilzieher; je nach Population und Individuum reicht das Verhalten von Kurzstrecken- bis Langstreckenzug, einzelne Vögel überwintern auch im weiteren Brutgebiet. Wichtige Wintergebiete liegen in Nordostafrika, im Nahen Osten, auf dem Indischen Subkontinent und in Südostasien.

Lebensraum und Verbreitung: Bevorzugt offene bis halboffene Steppen, Waldsteppen und Agrarlandschaften mit geeigneten Brutbäumen; gejagt wird häufig in offenen, auch landwirtschaftlich genutzten Flächen. Das Brutgebiet reicht vom südöstlichen Mitteleuropa über Südosteuropa, Russland, Kasachstan und Zentralasien bis nach Sibirien und Nordwestchina.

Gefährdung: Gefährdet

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