🌍 Küstenreiher (Egretta gularis)
Der Küstenreiher (Egretta gularis) gehört zur Familie der Schreitvögel. Seine Größe beträgt circa 55-68 cm. Er kommt an den Küsten Westafrikas und vom Roten Meer bis nach Indien vor. Der Küstenreiher hat zwei Farbvarianten eine völlig weiße und eine dunkelgraue Morphe. Meine Aufnahmen entstanden im Oman.
Steckbrief: Küstenreiher
Familie: Reiher (Ardeidae)
Größe: ca. 55–65 cm
Gewicht: ca. 400–600 g
Spannweite: ca. 90–105 cm
Aussehen: Zwei Farbvarianten: dunkel (schiefergrau bis fast schwarz) und weiß. Beide Morphen haben einen schwarzen, spitzen Schnabel, gelbliche bis grüne Beine mit gelben Zehen. Im Brutkleid trägt der Vogel verlängerte Schmuckfedern an Nacken und Brust. Augen gelb, Gesichtshaut grünlich-gelb. Die dunkle Morphe überwiegt in Westafrika, die helle in Ostafrika.
Verbreitung: Küstenregionen Afrikas (Atlantik- und Indikküste), teilweise im Nahen Osten bis Südasien. Besonders häufig in Westafrika, am Roten Meer und an Indiens Küsten.
Lebensraum: Flache Meeresküsten, Wattflächen, Lagunen, Mangroven, Salzmarschen, gelegentlich auch an Binnengewässern, aber stets in Wassernähe.
Nahrung: Fische, Krabben, Krebstiere, Amphibien, kleine Reptilien, Insekten. Jagd meist aktiv in flachem Wasser, häufig mit Flügelschattentechnik oder schnellen Stößen.
Fortpflanzung: Brutzeit regional verschieden. Nest aus Zweigen in Mangroven, Bäumen oder Büschen, oft in Kolonien mit anderen Reihern. 2–4 Eier, Brutdauer ca. 21–25 Tage. Jungvögel flügge nach ca. 35–40 Tagen.
Zugverhalten: In der Regel Standvogel, zeigt aber jahreszeitlich begrenzte Wanderungen entlang der Küsten abhängig von Nahrungsangebot und Brutbedingungen.
Besonderheiten: Der Küstenreiher wird häufig mit dem Seidenreiher Egretta garzetta verwechselt. Die dunkle und helle Morphe galten früher teils als eigene Arten. Der Küstenreiher zeigt vielseitige Jagdtechniken, darunter das „Schattieren“ der Wasseroberfläche mit ausgebreiteten Flügeln zur besseren Sicht auf Beute.