Heringsmöwe (Larus fuscus)

Dunkelgrau-schwarzer Rücken, gelbe Beine und der schlanke Körper machen diese mittelgroße Möwe der Nordsee- und Ostseeküsten leicht von der Silbermöwe unterscheidbar. Hat eine große Brutkolonie auf Helgoland.

Heringsmöwe (Larus fuscus)

Steckbrief: Heringsmöwe

Familie: Möwen (Laridae)
Größe: 49–57 cm
Flügelspannweite: 118–158 cm

Merkmale: Weißer Kopf und Unterseite, Oberseite schiefergrau bis fast schwarz mit schwarzen Flügelspitzen und deutlichen weißen „Spiegeln“; Schnabel gelb mit rotem Fleck am Unterschnabel, Beine meist leuchtend gelb. Insgesamt schlanker und langflügeliger als die Silbermöwe.

Rufe: Typische, rau-kreischende Möwenrufe, oft als heiseres „kau“ oder „keow“ in Reihen, Warnrufe als schnelleres „ga-ga-ga“, insgesamt der Silbermöwe ähnlich, aber meist etwas höher und dünner klingend.

Zug- oder Standvogel: Überwiegend Zug- bzw. Teilzieher; viele Vögel aus Nordeuropa ziehen im Winter in den Mittelmeerraum und bis nach Westafrika, während ein Teil der westeuropäischen Brutvögel in Küstennähe der Brutgebiete überwintert.

Lebensraum: Vor allem Küstengewässer mit Inseln, Sand- und Dünenküsten, Salzwiesen und Deichbereiche; große Kolonien auf Inseln und in Dünenlandschaften der Nord- und Ostsee. Daneben auch an größeren Binnengewässern, Häfen, Flussmündungen, Stauseen sowie gelegentlich auf Mülldeponien und in Agrarlandschaften, wo sie Nahrung sucht.

Verbreitung: Brutvogel an den Küsten Westeuropas von Island und den Britischen Inseln über Nordsee- und Atlantikküsten bis zur Ostsee und weiter ostwärts bis in den nordwestlichen Teil Sibiriens (Taimyrhalbinsel). In Mitteleuropa mit Schwerpunkt an den Nordsee- und Ostseeküsten, besonders im Wattenmeer und auf den Friesischen Inseln; kleinere Bestände auch im Binnenland.

Gefährdung (Rote Liste Niedersachsen): Ungefährde

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