Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros)
Der Hausrotschwanz ist ein schlanker, lebhafter Singvogel, der heute zu den typischen Brutvögeln an Gebäuden, in Dörfern und Städten gehört.
Steckbrief: Hausrotschwanz
Familie: Fliegenschnäpper (Muscicapidae),
Gattung: Phoenicurus
Größe: ca. 13–15 cm
Flügelspannweite: ca. 23–26 cm
Merkmale: Männchen im Brutkleid mit schwarzer Kehle und Brust, schiefergrauem Rücken und auffallend rostorangefarbenem Schwanz sowie Bürzel; häufiges Schwanzzittern ist typisch. Das Schlichtkleid wirkt matter und weniger kontrastreich. Weibchen insgesamt graubraun, ebenfalls mit rostorangefarbenem Schwanz, aber ohne schwarze Brust. Jungvögel sind braungrau und fein geschuppt. Der Gesang beginnt oft mit klaren, etwas quietschenden Tönen und enthält auffällige knirschende, kratzende Elemente; der Ruf ist ein kurzes „täck“ oder „fuit“.
Zug- oder Standvogel: Überwiegend Kurzstreckenzieher. Viele Hausrotschwänze ziehen im Herbst in den Mittelmeerraum, nach Westeuropa oder Nordafrika. In klimatisch begünstigten Regionen Mitteleuropas überwintern inzwischen auch einzelne Vögel, sodass die Art mancherorts fast als Teilzieher erscheint.
Lebensraum: Ursprünglich Felslandschaften und Gebirge, heute vor allem Siedlungen, Industriebrachen, Höfe, Dörfer, Altstädte und Neubaugebiete. Er brütet in Nischen, Mauerspalten, unter Dächern, in Schuppen oder an anderen halboffenen Gebäudestrukturen. Zur Nahrungssuche nutzt er offene Flächen, Dächer, Mauern und vegetationsarme Bereiche.
Verbreitung: Weit verbreitet in Europa, Teilen Asiens und Nordafrikas. In Deutschland nahezu flächendeckend verbreitet, von Städten und Dörfern bis in Mittelgebirge und Alpenraum. Besonders häufig ist er in strukturreichen Siedlungsräumen mit offenen Jagdplätzen und Nistmöglichkeiten an Gebäuden.
Gefährdung: In Deutschland derzeit nicht gefährdet.