Gelbspötter (Hippolais icterina)
Der Gelbspötter (Hippolais icterina) gehört zur Familie der Rohrsängerartigen. Brütet bei mir im Garten und erfreut mich mit seinen Gesang.
Merkmale und Bestimmung:
Der Gelbspötter ist etwa 13–14 cm groß, olivgrün auf der Oberseite und zitronengelb an Brust und Bauch. Sein Schnabel ist relativ lang und kräftig, die Beine sind grau. Er besitzt einen kurzen Überaugenstreif. Typisch ist sein lauter, variantenreicher Gesang, der aus vielen Imitationen anderer Vogelarten besteht.
Zug oder Standvogel:
Der Gelbspötter ist ein Langstreckenzieher, der im Spätsommer nach Afrika südlich der Sahara zieht. Er trifft im Mai bei uns ein und verlässt die Brutgebiete im August.
Lebensraum und Verbreitung:
Er bevorzugt lichten Laubbaumbestand, Gebüsche, Parklandschaften oder Waldränder mit dichter Kraut- und Strauchschicht. In Niedersachsen ist er vor allem in wärmeren Regionen im Binnenland verbreitet, jedoch lückenhaft.
Gefährdung:
Bestandsrückgänge werden durch Lebensraumverlust, Verbuschung offener Flächen und intensive Landwirtschaft verursacht. Auch Klimaveränderungen wirken sich auf die Ankunftszeiten und Brutbedingungen aus.
Rote Liste Niedersachsen:
In Niedersachsen ist der Gelbspötter in der Vorwarnliste. Die Vorkommen sind rückläufig, besonders in strukturarmen Agrarlandschaften.