Fischadler (Pandion haliaetus)
Der Fischadler ist ein auffälliger Greifvogel, der sich fast ausschließlich von Fischen ernährt und diese mit spektakulären Stoßtauchflügen aus dem Wasser greift. Ist Weltweit vertreten und bei uns ein Sommervogel. Hat in Niedersachsen circa 29 Brutpaare (2022).
Steckbrief: Fischadler
Familie: Fischadler (Pandionidae),
Gattung: Fischadler (Pandion)
Größe: 52–60 cm
Flügelspannweite: 145–170 cm
Merkmale: Der Fischadler besitzt eine kontrastreiche Färbung mit dunkelbrauner Oberseite, heller Unterseite, weißlichem Kopf und markantem dunklem Augenstreif. Die langen, schmalen Flügel wirken im Flug oft leicht gewinkelt. Brut- und Schlichtkleid unterscheiden sich kaum; Jungvögel zeigen häufig hell gesäumte Federn auf der Oberseite und wirken dadurch etwas schuppig. Die Rufe sind helle, pfeifende Laute, oft als gereihtes „piü-piü-piü“ oder „tjip-tjip“ zu hören.
Zug- oder Standvogel: Der Fischadler ist in Deutschland überwiegend Zugvogel. Die Brutvögel ziehen im Spätsommer und Herbst meist nach Südwesteuropa oder Afrika und kehren im Frühjahr in ihre Brutgebiete zurück.
Lebensraum: Er benötigt fischreiche Gewässer wie Seen, Flüsse, Teiche, Stauseen oder Küstenbereiche sowie geeignete Brutplätze in der Umgebung. Gebrütet wird häufig auf hohen Bäumen, zunehmend auch auf künstlichen Nisthilfen, Strommasten oder Plattformen.
Verbreitung: In Deutschland brütet der Fischadler vor allem im Nordosten und Osten, besonders in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und angrenzenden Regionen. Durch Schutzmaßnahmen und Nisthilfen hat sich der Bestand in mehreren Gebieten wieder erholt und breitet sich stellenweise weiter aus.
Gefährdung: Der Fischadler gilt in Deutschland nicht mehr als unmittelbar vom Aussterben bedroht, bleibt aber regional schutzabhängig. In Niedersachsen ist er als sehr seltener Brutvogel und Wiederbesiedler besonders zu beachten.