Fasan (Phasianus colchicus)

Farbenprächtiger Hühnervogel der Agrarlandschaft, ursprünglich aus Asien stammend und heute vor allem durch jagdliche Aussetzungen weit verbreitet.

Steckbrief: Fasan

Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Größe: 55–90 cm
Flügelspannweite: etwa 70–90 cm

Merkmale: Kräftiger Hühnervogel mit langem, spitz auslaufendem Schwanz und relativ kurzem, gerundetem Flügel. Der Körper wirkt langgezogen, die Beine sind unbefiedert und beim Hahn mit Sporen versehen.
Männchen: Sehr auffällig gefärbt, mit metallisch grünem Kopf, roten nackten Gesichtslappen, oft weißem Halsring, bronzefarben bis kupferrot braunem Körpergefieder mit dunkler Bänderung und sehr langem, gebändertem Schwanz.
Weibchen: Deutlich kleiner und kurzschwänziger, insgesamt sand- bis graubraun mit feiner dunkler Sprenkelung – perfektes Tarnkleid in Feldflur und Altgras.
Rufe: Der Hahn stößt vor allem in der Balzzeit ein lautes, heiseres, meist doppelsilbiges „gö-göck“ aus, häufig begleitet von lautem Flügelklatschen.

Zug- oder Standvogel: Überwiegend Standvogel; Fasane bleiben ganzjährig im Brutgebiet und weichen im Winter höchstens über kurze Strecken in deckungs- oder nahrungsreichere Bereiche aus.

Lebensraum: Halboffene Kulturlandschaft mit einem Mosaik aus Feldern, Wiesen, Wegrändern, Hecken, Feldgehölzen und Schilf- oder Uferstreifen. Bevorzugt strukturreiche Agrarlandschaften mit guter Deckung zum Ruhen und Brüten sowie offenen Flächen zur Nahrungssuche; auch an Waldrändern, in Auenlandschaften und gelegentlich in größeren Parks oder am Rand von Kleingartenanlagen.

Verbreitung: Ursprünglich in Mittel- und Ostasien beheimatet, in Europa – und damit auch in Deutschland – seit Jahrhunderten zu Jagdzwecken eingebürgert. Heute in weiten Teilen Deutschlands verbreitet, mit Schwerpunkten in ackerbaulich geprägten Niederungen und Marschen; Verbreitungslücken bestehen vor allem in geschlossenen Waldgebieten und stark verbauten Innenstädten. In Niedersachsen ist der Jagdfasan fast flächendeckend in geeigneter Agrarlandschaft vertreten; der Bestand wird dort auf rund 70.000 Reviere geschätzt.

Gefährdung (Rote Liste Niedersachsen): Nicht bewertet; der Jagdfasan ist in der Roten Liste der Brutvögel Niedersachsens und Bremens als Neozoon (Status III) geführt und erhält deshalb keine Gefährdungskategorie.

Zurück