Eisente (Clangula hyemalis)

Die Eisente ist eine faszinierende arktische Tauchente mit außergewöhnlichen Federkleid‑Wechseln und beeindruckender Tauchtiefe. Bei uns im Winterhalbjahr an der Nordsee und Ostsee zu beobachten.

Eisente (Clangula hyemalis), Männchen

Steckbrief: Eisente

Familie: Entenvögel (Anatidae)
Größe: ca. 38–58 cm
Flügelspannweite: ca. 73–79 cm

Merkmale: Diese Art besitzt einen eher kleinen, runden Kopf und einen kurzen, kräftigen Schnabel. Im Prachtkleid haben die Männchen sehr auffällig verlängerte zentrale Schwanzfedern (ein „Schwanzspiess“).
Männchen: Im Winterkleid oft Kopf und Hals überwiegend weiß mit dunkler Schulter‑/Wangenpartie, Körper größtenteils weiß mit dunklen Partien, Schwanzspiess deutlich sichtbar. Weibchen: Deutlich dezenter gefärbt, meist bräunlicher und ohne so stark verlängerten Schwanz; Kopfseiten oder Scheitel können weiß‑grau sein im Winterkleid.
Rufe: Die Männchen geben besonders in der Balzzeit charakteristische, melodische Rufe von sich, z. B. „ow‑ow“ oder „owal‑ow“.

Zug‑ oder Standvogel: Zugvogel. Die Eisente verbringt die Brutzeit in arktischen oder subarktischen Regionen und überwintert in gemäßigteren Küstengewässern.

Lebensraum: In der Brutzeit lebt sie in Tundra‑ und Taiga‑Gewässern, kleinen Seen und Flussgebieten nah an der Küste; im Winter ist sie vor allem auf dem Meer und in Küstennähe anzutreffen.

Verbreitung: Zirkumpolar in den hohen Nordregionen: brütend in Alaska, Nordkanada, Skandinavien, Sibirien. In Deutschland als Wintergast an Ostsee und Nordsee, aber nur selten im Binnenland.

Gefährdung (Rote Liste Niedersachsen): Laut internationalen Bewertungen wird die Art als „gefährdet (Vulnerable)“ eingestuft, insbesondere aufgrund von Bestandsrückgängen im Überwinterungsgebiet. Für Niedersachsen speziell liegen mir keine gesonderten Daten vor – im allgemeinen norddeutschen Küstenraum wird die Art allerdings selten.

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