Bruchwasserläufer (Tringa glareola)
Der Bruchwasserläufer ist ein zierlicher Watvogel mit kontrastreicher Gefiederzeichnung, der auf seinem Zug durch Deutschland vor allem an seichten Binnengewässern und Feuchtwiesen rastet.
Steckbrief: Bruchwasserläufer
Familie: Schnepfenvögel (Scolopacidae)
Größe: 190–210 mm
Flügelspannweite: 350–400 mm
Merkmale:
Der Bruchwasserläufer wirkt schlank mit mittellangen, grünlichgrauen Beinen und feinem, geradem Schnabel. Oberseits ist er dunkelbraun mit hellen Flecken, die Unterseite weiß. Im Flug zeigen sich ein heller Überaugenstreif und ein auffälliger weißer Bürzel ohne Flügelbinde.
Männchen: Ähnelt dem Weibchen, etwas kontrastreicher gezeichnet.
Rufe: Ein feines, trillerndes „tüit-tüit-tüit“, das oft im Flug erklingt.
Zug- oder Standvogel:
Der Bruchwasserläufer ist ein typischer Zugvogel. Er brütet in der nördlichen Taiga und Tundra Skandinaviens sowie Russlands und überwintert in Afrika und Südasien.
Lebensraum:
Während der Brutzeit bewohnt er feuchte Moore, Sümpfe und lichte Wälder mit kleinen Tümpeln. Auf dem Zug nutzt er seichte Uferzonen, Überschwemmungsflächen und Feuchtwiesen.
Verbreitung:
In Deutschland ist der Bruchwasserläufer ein regelmäßiger, aber nicht häufiger Durchzügler. Besonders im Frühjahr und Herbst kann man ihn an Binnengewässern, Teichen und im Wattenmeer beobachten. Brutvorkommen gibt es hier nicht.