Blauer Pfau (Pavo cristatus)
Der Pfau ist mit seinem schillernden Prachtkleid einer der auffälligsten, zugleich aber in Deutschland nur halbwild vorkommenden Hühnervögel.
Steckbrief: Blauer Pfau (Pavo cristatus)
Familie: Fasanenartige (Phasianidae),
Gattung: Pavo
Größe: ca. 90–230 cm (inkl. Schwanzschleppe beim Männchen)
Flügelspannweite: ca. 130–160 cm
Merkmale: Männchen im Brutkleid mit leuchtend blauem Kopf und Hals, metallisch grünlich schimmerndem Rücken und extrem verlängerter Schwanzschleppe aus oberen Schwanzdeckfedern mit auffälligen „Augen“-Flecken; aufrichtbare Federhaube auf dem Kopf. Außerhalb der Balzzeit wirft der Hahn die lange Schleppe ab und wirkt deutlich kürzer. Weibchen unscheinbar grau- bis olivbraun mit weißlicher Unterseite und grünlich schimmernder Brust, deutlich kürzere Steuerfedern und kleinere Haube. Jungvögel ähneln den Weibchen. Stimme sehr laut, durchdringend, mit markantem, klagend klingendem „jaaah“- oder „eeeh“-Ruf, der vor allem in den Abendstunden und zur Balzzeit häufig zu hören ist.
Zug- oder Standvogel: In seinem Ursprungsgebiet Standvogel. In Deutschland handelt es sich um gehaltene oder verwilderte, aber ortstreue Bestände in Parks, Gutsanlagen und Tiergehegen; saisonale Wanderbewegungen finden praktisch nicht statt.
Lebensraum: Ursprünglich lichte Wälder, Buschland und Agrarlandschaften mit Baumgruppen im indischen Subkontinent. In Deutschland vor allem Schloss- und Landschaftsparks, größere Gärten, Tierparks, Gehege und halbwilde Bestände in historischen Parkanlagen; benötigt Deckung zum Brüten und hohe Bäume oder Gebäude zum Schlafen.
Verbreitung: Ursprünglich in Indien, Sri Lanka und angrenzenden Regionen beheimatet, heute als Ziervogel weltweit verbreitet. In Deutschland keine natürlich vorkommende Art, sondern durch Menschen eingeführt; lokal halbwilde, sich selbst erhaltende Bestände z. B. in historischen Parklandschaften (etwa auf Pfaueninseln und ähnlichen Anlagen), sonst überwiegend in Gefangenschaft oder in Gehegen.