Austernfischer (Haematopodidae)

auch Halligstorch genannt

Der Austernfischer ist ein charakteristischer Küstenvogel mit schwarz‑weißem Gefieder, roten Beinen und einem kräftigen orangeroten Schnabel — häufig an der Nordseeküste und im Binnenland entlang großer Flüsse anzutreffen.

Austernfischer (Haematopodidae) in Pose

Steckbrief: Austernfischer

Familie: Haematopodidae (Austernfischer)
Größe: 39 – 44 cm
Flügelspannweite: 72 – 83 cm

Merkmale: Der Kopf, Hals‑ und Brustbereich sowie die Oberseite sind im Prachtkleid schwarz, Unterseite und Flügelunterseite weiß. Ein deutlicher weißer Flügelstreifen ist sichtbar, ebenso der rote Schnabel, rote Beine und ein roter Augenring.
Rufe: Der Flug‑ und Kontaktruf wird als lautes, anhaltendes „kiwiep“ oder „quiéwiehp“ beschrieben. Bei der Balz‑ bzw. Revierzeremonie ein schrilles Trillern („kip kip kip …“) mit vorgestrecktem Hals und offenem Schnabel.

Zug‑ oder Standvogel: Die west‑ und nordeuropäischen Brutpopulationen sind überwiegend Zugvögel. In Deutschland bleiben manche im Winter, andere ziehen in küstennähere Gebiete oder sogar bis Westeuropa/Afrika.

Lebensraum: Bevorzugt werden vegetationsarme, offene Küstenflächen wie Watt, Sand‑ oder Kiesstrände, Flussmündungen und Ästuare. Im Binnenland findet man ihn an offenen Feuchtwiesen, Kiesseen, Flussufern oder auch landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Verbreitung: In Deutschland brütet der Austernfischer vor allem an der Nordseeküste sowie in küstennahen Binnen­regionen entlang großer Flüsse wie Elbe, Weser oder Ems. International ist die Art in Nordwesteuropa, Teilen Skandinaviens, Russland und entlang vieler Küstengebiete verbreitet.

Gefährdung (Rote Liste Niedersachsen): Nicht gefährdet abnehmend, circa 7500Brutpaare in Niedersachsen (Stand:2022)

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