Amerikanischer Nerz oder Mink
Ein semi-aquatischer Marder, der ursprünglich in Nordamerika beheimatet ist, heute aber auch in vielen Teilen Europas und Asiens vorkommt, vor allem durch Einbürgerung und Auswilderung.
Steckbrief: Mink
Merkmale:
Familie: Marderartige (Mustelidae)
Körperlänge: Kopf-Rumpf Länge ca. 30‑43 cm bei Männchen, etwas kleiner bei Weibchen; Schwanz etwa 15‑23 cm.
Gewicht: Männchen meist zwischen ca. 1,4‑2,3 kg, Weibchen leichter.
Weitere markante Merkmale:Langer, schlanker, geschmeidiger Körper mit kurzen Beinen.
Fell üblicherweise dunkelbraun bis fast schwarz, oft mit weißer Stelle am Kinn. Die Unterseite heller.
Dichte Pelzhaare, mit Unterwolle, die wasserabweisend sind.
Nahrung:
Fleischfresser (Carnivor). Beute umfasst: kleine Säugetiere (Mäuse, Ratten, manchmal Hasen etc.), Fische, Amphibien, Krustentiere, gelegentlich Vögel und ihre Eier.
Nachwuchs:
Paarungszeit: In Nordamerika in der Regel zwischen Februar und April, je nach geografischer Lage.
Tragzeit: Etwa 40‑75 Tage, mit verzögerter Einnistung in manchen Fällen (implantation delay).
Wurfgröße: Üblicherweise 4‑6 Jungtiere, kann aber variieren.
Lebensraum und Verbreitung:
Bevorzugt Gewässernähe – Flussufer, Seen, Feuchtgebiete, Ufervegetation. Kann aber auch in Gebieten mit Wasser in der Nähe überleben.
Verbreitungsgebiet ist ursprünglich Nordamerika (USA und Kanada), mit großer Vielfalt an Habitaten.
Eingeführt: Europa, Teile Asiens, auch in anderen Regionen, vor allem durch die Pelzindustrie und Ausbruch aus Zuchtbetrieben.
Gefährdung (Deutschland & Niedersachsen):
Wird hier als invasive Art angesehen. Sie konkurriert mit dem Europäischen Nerz (Mustela lutreola) und beeinflusst lokale Artenbestände negativ.