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Donnerstag, 13.Juli
Wir haben am Vortag versucht, Mikhail zu erklären, was wir wollen: Vögel suchen.
Er ist für die ganzen Tage nur für uns da, also starten wir relativ früh - für einige von uns vielleicht auch relativ spät - zu einer Uasik-Expedition. Im sumpfigen Wald, trotz unserer Ausrüstung mit Handschuhen, Moskitoschleiern und Mückenöl, siegen die Heerscharen von Moskitos.
Immerhin hören wir zwischen den lärmenden Grünlaubsängern noch einen Zwergschnäpper heraus, bevor wir wieder in den Uasik flüchten. Der kämpft sich – manchmal im Kriechgang – durch Schlammlöcher und erreicht eine trockene Heidelandschaft mit einer Vogelwelt wie in Norddeutschland mit Feld- und Heidelerche, Baumpieper, Braunkehlchen, Neuntöter, Steinschmätzer und Goldammer. Nur die lauthals schmetternden Buschrohrsänger erinnern daran, dass wir 4 Zeitzonen weiter im Osten sind.
Neben den zahlreichen Vogelarten begeistert uns einerseits ein malerisches Dorf „in the middle of nowhere“, andererseits sorgt die „Weg“strecke für Spannung. Mikhail beweist unter Einsatz von Kriechgang und Differenzialsperre, dass auch quer überm Weg liegende Baumstämme keine Hürde für den „Uasik“ sind. Am steilen Ufer der Kama verliert sich der Weg in Schilf und Wildnis, ein Habitat, ideal für das Rubinkehlchen – leider mussten wir den verdächtigen Gesang aus dem undurchdringlichen Dickicht doch der Gartengrasmücke zuordnen.
Zum Mittag gibt es hervorragende Grillspieße („Schaschlik“), zubereitet von Mikhail, direkt am Ufer. Später machen wir eine Bootstour zu Fünft, waten am Ufer der bewaldeten Kama-Insel entlang und hoffen vergebens auf Hopfkuckuck und Terekwasserläufer. Als wir wieder ankommen, ist Mikhail jun. mit unseren Pässen und Registrierungsdokumenten angekommen und bringt Hannes im Schlepptau des Motorbootes das Water-Boarden bei.
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