Dienstag, 3.Juni.2003
An diesem Morgen dürfen die Birkhähne ohne Orni-Spanner balzen; wir können aussschlafen und genehmigen uns sogar ein Frühstück im Genesis mit Blick auf fütternde Buntspechte. An das Hotel grenzt ein schöner Mischwald. Der beschert uns Gesang und Anblick des Wacholderlaubsängers und einiger Arten, die auf der Liste noch fehlen. Jetzt haben wir schon 250 Arten notiert!
Am Ovitdagi-Pass ist das Wetter immer noch unangenehm. Zwischen den Schneefeldern finden wir Berghänflinge, Alpenbraunellen und die allgegenwärtigen Schneefinken und Ohrenlerchen. Der Bartgeier ist gerade woanders. Pünktlich zu Mittag hören wir aus den schroffen Felsen das Kaspikönigshuhn rufen. Muss man wirklich so früh aufstehen, wie Ramazan es in Demirkazik verlangt hatte?
Dann geht’s kurvenreich hinunter durch das wilde Tal des Çamlik Çay. Sobald es sich weitet, beginnen die Teeplantagen mit den Schwarzmeerhäusern mit Holzfachwerk. An der Schwarzmeerküste bei Iyidere sitzt die einzige Krähenscharbe unserer Tour. Steppenmöwen sind häufig an der langen Strecke nach Westen auf der unangenehm verkehrs- und baustellenreichen Küstenstraße. Wir werden Zeugen, wie ein Tanklaster eine ganze Ladung Altöl die Böschung hinunter ins Meer laufen lässt. In der Nähe ist eine große Kormorankolonie!
In Fatsa finden wir ein passables Quartier im Hotel Dolunay.
